Dienstag, 24. Juli 2012

Korfu Stadt, achtzehnter Tag

Der Nachteil von Hotels an einem abgelegenen Ufer ist das Fehlen von Nahversorgern mit Gütern des täglichen Bedarfs. Um den monopolistischen Forderungen der Eigentümerin zu entkommen, begeben wir uns zur venezianischen Altstadt von Korfu, die wir hastig mit knurrendem Magen durchqueren. Es scheint, dass die von uns ausgesuchte Bäckerei mit regionalen Spezialitäten sich absichtlich im Labyrinth der romantischen Gassen verbirgt. Dort angekommen, kann ich das erste Mal in meinem Leben eine Kirschenbaklava kosten, die ausnahmsweise nicht grausig süß ist. Schmackhaft ist auch die fruchtige Spezialität Korfus – Kumkwat. Die Pflanze wurde im XIX Jahrhundert aus Asien nach Europa importiert und wird bis heute nur noch hier sowie auf Sizilien angebaut. Gesättigt und etwas übersüßt machen wir uns auf den Weg. Aufgrund der Beschreibung im Guide gehen wir zum archäologischen Museum, welches antike Schätze verbirgt. Das heruntergekommene, graue, kantige Gebäude erscheint uns umso schrecklicher, als wir auf dem aus Metallstäben bestehenden Zaun eine Information über eine kurzzeitige Pause vom normalen Betrieb hängen sehen. Das Museum lädt schon im Jahr 2015 wieder ein!!! Da wir uns außerhalb des Zentrums befinden, begeben wir uns zum nahe gelegenen englischen Friedhof. Die Nachbarschaft eines Waldes verleiht diesem Ort der letzten Ruhe eine entsprechend düstere Aura. Wilde Orchideen, Fuchsien, Lilien und Farnblüten machen den Friedhof ebenfalls von der botanischen Seite interessant. Vom Wächter verabschiedet verlassen wir das Friedhofstor und begeben uns wieder in Richtung Innenstadt. Dabei können wir kleine, sandfarbene Häuser bestaunen, die entlang schmaler Gassen stehen, und zu einem gemütlichen Platz kommen, auf dem sich das mit Marmor bedeckte Rathaus befindet. Rundherum ist die exklusive Architektur der europäischen Kolonisatoren sichtbar. Die Alte Festung (Palaio Frourio) ist ein weiteres Andenken, das an die Eroberer der Insel erinnert. Wir erklimmen den Gipfel, auf dem starker Wind straflos unsere Frisur ruiniert. Für die Neue Festung, die eigentlich nur einige Jahrzehnte jünger ist als ihre Vorgängerin, reicht die Zeit nicht aus. Bevor wir wieder in den Wirbel des entzückenden, venezianischen Herzens der Stadt, Campiello, eintauchen, stoßen wir auf ein klassizistisches Überbleibsel der britischen Herrschaftszeit in Form des St.-Michael-und Georg-Palastes. Jetzt befindet sich dort eine Sammlung von asiatischer Kunst. Die letzte Sehenswürdigkeit auf unserer Liste ist die auf der Insel zweifellos wichtigste, nicht allzu große Kirche des Hl. Spyrydion – eines Geistlichen aus Zypern, der Schutzpatron der Insel geworden ist. Sein Leichnam ruht in einem silbernen, reich geschmückten Sarg, der ein paar Mal im Jahr geöffnet wird.
Zusammen mit der Nachmittagssonne verschwinden wir aus der Stadt, um noch genügend Zeit für ein erfrischendes Bad im schäumenden, salzigen Meer zu haben. 


The new citadel

The old city
The old city
The old city
The old city

The old city
Our breakfast with kumquat
The british cemetery
The british cemetery
The british cemetery
The british cemetery
The british cemetery
The old city
Corfu City Hall
The old city
The old city
The old City
The old city

The old citadel
View from the old citadel
View from the old citadel
View from the old citadel
Venetian clock tower
The old citadel
Statue of Johann Matthias von der Schulenburg who defended Corfu against the Ottoman Turks
Durrell brothers park
Durrell brothers park
Durrell brothers park
View of the old citadel

The Palace of Sts. Michael and George
The Palace of Sts. Michael and George
The old city
The old city
The old city
View od the new citadel
The old City
Orthodox cathedral
Orthodox cathedral
Orthodox cathedral
The old city
Saint Spyridon´s Church
Saint Spyridon´s Church
The old city
The old city
View of Corfu City
Windmill

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