Sonntag, 8. Juli 2012

Weg nach Sarajevo, zweiter Tag

Nachdem wir unser Frühstück auf der schmutzigen Treppe unseres Hostels konsumiert hatten, brachen wir auf. In Zagreb machen wir noch einen kurzen Abstecher zum botanischen Garten, der grünen Oase mit Pflanzen aus aller Welt. Als nächstes begeben wir uns zum Mirogoj-Friedhof, der sich ein Stück von der Innenstadt befindet. Am besten ist es mit dem Auto oder mit dem Bus dorthin zu fahren. Dieser aus dem XIX Jahrhundert stammende Friedhof ist meiner Meinung nach ein Muss auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in der kroatischen Hauptstadt. Schon die mit Efeu bewachsene äußere Mauer verschlägt den Atem. Der Friedhof befindet sich auf dem Gebiet der Sommerresidenz von Ljudevit Gaj. Viele kroatische Künstler und Politiker ruhen dort.

Um 11 Uhr brechen wir auf in Richtung Sarajevo. In Bosnien fahren wir eine längere Weile entlang des Flusses Vrbas. Die Aussicht ist atemberaubend: azurblauer Fluss und Berge im Hintergrund. Sogar die Nähe der Straße stört die Bosnier nicht daran hier ihren Sonntag Vormittag zu verbringen. Die nächste Überraschung ist der Wasserfall in Jajce. Wir machen eine kurze Pause.
Die darauffolgende Strecke liefert uns leider nicht mehr so viele Attraktionen. Langsam sind nicht verputzte Häuser, leere Hallen, Zeugnisse des Krieges in Form von durchlöcherten Mauern (vor allem in Travnik) und kleine Friedhöfe mit weißen Grabsteinen auf Hängen zu sehen. Die Fahrt beginnt sich zu ziehen. Das Navi weiß nicht was los ist. Die Karte sieht eine Autobahn vor, aber in der Realität sehen wir lauter Baustellen. Wir fahren im Schneckentempo. Erst kurz vor Sarajevo gibt es einen längeren Abschnitt (gebührenpflichtiger – € 2,50) Autobahn.

Sarajevo sehen wir nur am Abend. Morgen werden wir den ganzen Tag haben, um die Stadt näher kennenzulernen. Auf der Suche nach Essen kommen wir bis zum Zentrum. Dort erwartet uns Lärm und Gedränge. Wir fühlen uns wie in einer türkischen Kleinstadt. Über der Umgebung ragt eine Moschee und die Marktstände bieten dieselben Souvenirs an, die wir in Istanbul kauften. Die Restaurants sind voll. Es fällt uns schwer einen freien Tisch zu finden. Schlussendlich essen wir ein für den Balkan typisches Gericht: Burek. Das Essen ist sehr gut und günstig, aber der Ayran schmekt wie normales Naturjoghurt.
Wir gehen zu unserem Hostel am Hügel und beobachten von der Ferne die gerade anfangende Party in der Innenstadt. Wir schlafen ein, bewacht von drei Rottweilern.

botanischer Garten


Mirogoj-Friedhof



Fahrt Zagreb-Sarajevo
Autobahn in Kroatien
Fluss Vrbas





Jajce

Plattenbau in Sarajevo
Sarajevo
Bascarsija, Sebilj
Burek


1 Kommentar:

  1. Tolle Reise! Wenn Sie ein Investment darin machen wollen, Ich kann Ihnen noch virtueller datenraum anbieter als nützliches Datenschutzsystem empfehlen.

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