Samstag, 7. Juli 2012

Zagreb, erster Tag

Schlussendlich fahren wir um 7 Uhr morgens aus Wien los. Wir brauchen für die Strecke mehr Zeit als vorgesehen, in Zagreb kommen wir erst kurz vor 13 Uhr an. Dank der Unterstützung von hilfreichen Polen schaffen wir es die relativ teure Autobahn in Slovenien zu umfahren. Die Umfahrung ist ziemlich kompliziert (Beschreibung siehe unten) und dazu hat das Auto unserer hilfsbereiter Landsleute eine Panne. Wir fahren alleine weiter. Wir kommen zum Ende der Autobahn, wo uns ein acht Kilometer langer Stau bis zur slovenisch-kroatischen Grenze erwartet. Dann stehen wir noch vor der Mautstelle, schon auf der Autobahn in Kroatien. 
Die Preise in Zagreb gehören nicht zu den niedrigsten, deswegen müssen wir in einem Hostel außerhalb des Zentrums bleiben. Zum Glück fahren die klimatisierten Straßenbahnen wirklich oft und wir brauchen nur 5 Minuten bis zur Innenstadt. Ein Ticket kostet 12 Kuna.
Die Besichtigung der Stadt fangen wir beim Hauptbahnhof an, der sich vis a vis vom Denkmal des ersten kroatischen Königs Tomislav befindet. Schon dort zeigt sich uns Zagreb von seiner schönen Seite. Unterwegs gehen wir durch den Tomislav-, Strossmayer- und Nikole-Subić-Zrinjskog-Park samt Kunstpavillon und Strossmayergalerie. Große Bäume und eine Reihe Springbrunnen erlauben uns eine kurze Pause von der Juli-Hitze. Auf diesem Weg gelangen wir zum Herzen der Stadt - dem Ban-Josip-Jelačić-Platz. Die blauen Straßenbahnen, die in kurzen Zeitabständen den Platz durchqueren, verleihen diesem Ort eine sprezifische Atmosphäre. Ihr modernes Design steht in einem guten Kontrast zum stämmigen Jelačić-Denkmal sowie der Fasaden aus der Zeit der K.-u.-K. Monarchie. 
Wir verlassen die Unterstadt und begeben uns rechts zur zagreber Kathedrale aus dem XIII Jahrhundert. In der Nachmittagssonne laufen wir durch die Straßen der Oberstadt. Es herrscht eine magische Stille, die Umgebung ist wie ausgestorben, es gibt weder Touristen noch Einheimische. Die Fensterläden der Häuser sind alle geschlossen. Die Einwohner verstecken sich vor der unausstehlichen Hitze. Wir erklimmen eine steile Treppe, die uns zum Wahrzeichen dieser Stadt führt - der St.-Markus-Kirche. Genauer gesagt ist das Wahrzeichen das wunderschöne, himmlisch bunte Dach der Kirche, dessen Dachziegel die Form des kroatischen Wappens einnehmen. Wir kommen zum Lotrščak-Turm, von wo wir das Stadtpanorama bewundern. Hier kommt auch aus der Unterstadt (genauer aus der Tomičeva Straße) die alle 10 Minuten verkehrende Standseilbahn, die aus dem XIX Jahrhundert stammt, an. Diese ähnelt der Seilbahn in Budapest. Dank ihr kann man sich den anstrengenden Weg über die steile Treppe ersparen. Wir begeben uns nach unten über die Strossmayer-Promenade und kommen zur Unterstadt zurück. Auf dem Weg zum Hostel sehen wir das Kroatische Nationaltheater, das Mimara-Museum und die Nationalbibliothek mit reizenden Eulenstatuen auf dem Dach.In Zagreb befinden sich ziemlich viele interessante Museen, wie z. B. das oben erwähnte Mimara-Museum, das eine riesige Kollektion von Gemälden beherbegt, oder das Museum für Naive Kunst, das wir aus Zeitnot nicht besuchen konnten. Das Museum ist an Wochenenden bis 13 Uhr geöffnet. 
Wir versuchen noch in den botanischen Garten zu kommen, aber dieser ist schon geschlossen. In unserem Guide fehlt die Information, dass im Sommer der Garten bis 19 Uhr geöffnet ist. Wir steigen also in die 6er Straßenbahn in Richtung Sopot (ist auch eine Stadt in Nordpolen) und fahren zu unserem Hostel. Das Ziel morgen heißt Sarajevo. 



Bahnhof
Reiterdenkmal von Tomislav

Kunstpavillion
Hauptplatz
Kathedrale
Kolumne vor der Kathedrale
Oberstadt
St.-Markus-Kirche
St.-Markus-Kirche

Parlament
Standseilbahn
Panorama
Nationaltheater
Nationalbibliothek

Praktische Informationen:
  1. Zu unserer Verwunderung ist es sehr schwierig in Zagreb eine (offene) Wechselstube zu finden. Man kann einen der zahlreichen Bankomaten verwenden oder sich vorher Kuna besorgen. 
  2. Weg nach Zagreb mit Umfahrung der Autobahn in Slovenien. Wir sparen uns 15-30 Euro und verlieren ungefähr eine halbe Stunde. Von Wien fahren wir auf der A2 in Richtung Graz. Bei Graz fahren wir auf die A9 auf in Richtung slovenischer Grenze. Nach 36 km verlassen wir die Autobahn A9 über die Abfahrt 226 Richtung Gersdorf. Wir kommen zur Straße Nr. 69, biegen nach links ab und fahren nach Mureck. Wir fahren durch Mureck durch und kommen zur österreichisch-slovenischen Grenze. Wir überqueren die Grenzbrücke über der Mur und biegen nach rechts in die Straße Nr. 433 ab. Nach ein paar Kilometern halten wir uns links und fahren Richtung Lenart und Ptuj. In Lenart biegen wir nach rechts in die Straße Nr. 3 ab und gleich nach link in dei Straße Nr. 229 in Richtung Ptuj. Wir kommen in Ptuj an und biegen bei der ersten Ampel nach links in die Straße Nr. 2 ab in Richtung Zagreb. Wir kommen zum ersten Kreisverkehr, das wir geradeaus überqueren. Beim zweiten Kreisverkehr biegen wir nach rechts ab, beim dritten nehmen wir die erste Ausfahrt rechts und fahren zur Brücke - der Umfahrung von Ptuj. Dann fahren wir die ganze Zeit geradeaus und kommen zum Ende der Autobahn, die wir gerade umfahren haben.
    Als nächstes fahren wir in Richtung Zagreb zur slovenisch-kroatischen Grenze auf der Straße Nr. 9. In Kroatien fahren wir auf der Autobahn A2 weiterhin in Richtung Zahreb. Gleich nach der Grenze entnehmen wir ein Ticket, das wir bis zur Mautstelle vor Zagreb aufbewahren. Dort kann man die Maut in Kuna (1 Euro = 7,4 Kuna), Euro oder mit Karte bezahlen. Diese Strecke kostet 42 Kuna oder 6 Euro. Wenn man mit einem 10-Euro-Schein bezahlt, dann bekommt man 32 Kuna Restgeld zurück.


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