Weniger aktive Tage kommen mir noch anstrengender vor. Schon am Weg in die Stadt falle ich eine Treppe runter und nach fünf Minuten in der Sonne fühle ich mich wie in der Hölle. Zufällig entdecken wir aber ein ruhiges Plätzchen. Wir versuchten zur St. Ignatius Kirche zu gelangen, die wir aufgrund einer Hochzeit gestern nicht von innen sehen konnten, und fanden stattdessen einen halbwilden Strand. Außen an der Stadtmauer befinden sich ein paar Felsen und eine kleine Treppe ins Meer. Wir setzen uns am Rande einer der Felsen und lassen unsere Füße über dem türkisfarbenen Wasser baumeln. Rundherum gleiten Schiffe und Motorboote. Meine Begleiter sind aber nicht von diesem Ort so begeistert wie ich. Nach zwei Stunden beschließen wir umzuziehen. Unterwegs besuchen wir die erwähnte Kirche, in die uns eine breite, barocke Treppe führt, und begeben uns zum überfüllten Strand. Wir finden einen freien Fleck, müssen aber über glühend heiße Steine zu ihm kommen. Wir legen unsere Strandtücher auf einen Haufen Tschickstümmel und genießen eine Aussicht voller halbnackter Hinterteile, Hautkrebskandidaten und halberotischer Posen für Fotos, die locker in Baywatch durchgehen könnten. Dies alles wird von Zigarettenrauch begleitet. Zum Glück überlassen uns unsere Landsleute ihren Sonnenschirm, was uns das Durchhalten am Strand leichter macht. In Ruhe schreibe ich hier diesen Eintrag. Pläne für den heutigen Abend? (Zu teures) Abendessen und (kitschige) Souvenirs.
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Freitag, 13. Juli 2012
Dubrovnik, siebenter Tag
Heute hatten wir einen Tag des Faulenzens. Später aufstehen, langsam vorbereiten, sonnenbaden und schwimmen. Manchmal muss das sein.
Sonntag, 8. Juli 2012
Weg nach Sarajevo, zweiter Tag
Nachdem wir unser Frühstück auf der schmutzigen Treppe unseres Hostels konsumiert hatten, brachen wir auf. In Zagreb machen wir noch einen kurzen Abstecher zum botanischen Garten, der grünen Oase mit Pflanzen aus aller Welt. Als nächstes begeben wir uns zum Mirogoj-Friedhof, der sich ein Stück von der Innenstadt befindet. Am besten ist es mit dem Auto oder mit dem Bus dorthin zu fahren. Dieser aus dem XIX Jahrhundert stammende Friedhof ist meiner Meinung nach ein Muss auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in der kroatischen Hauptstadt. Schon die mit Efeu bewachsene äußere Mauer verschlägt den Atem. Der Friedhof befindet sich auf dem Gebiet der Sommerresidenz von Ljudevit Gaj. Viele kroatische Künstler und Politiker ruhen dort.
Um 11 Uhr brechen wir auf in Richtung Sarajevo. In Bosnien fahren wir eine längere Weile entlang des Flusses Vrbas. Die Aussicht ist atemberaubend: azurblauer Fluss und Berge im Hintergrund. Sogar die Nähe der Straße stört die Bosnier nicht daran hier ihren Sonntag Vormittag zu verbringen. Die nächste Überraschung ist der Wasserfall in Jajce. Wir machen eine kurze Pause.
Die darauffolgende Strecke liefert uns leider nicht mehr so viele Attraktionen. Langsam sind nicht verputzte Häuser, leere Hallen, Zeugnisse des Krieges in Form von durchlöcherten Mauern (vor allem in Travnik) und kleine Friedhöfe mit weißen Grabsteinen auf Hängen zu sehen. Die Fahrt beginnt sich zu ziehen. Das Navi weiß nicht was los ist. Die Karte sieht eine Autobahn vor, aber in der Realität sehen wir lauter Baustellen. Wir fahren im Schneckentempo. Erst kurz vor Sarajevo gibt es einen längeren Abschnitt (gebührenpflichtiger – € 2,50) Autobahn.
Sarajevo sehen wir nur am Abend. Morgen werden wir den ganzen Tag haben, um die Stadt näher kennenzulernen. Auf der Suche nach Essen kommen wir bis zum Zentrum. Dort erwartet uns Lärm und Gedränge. Wir fühlen uns wie in einer türkischen Kleinstadt. Über der Umgebung ragt eine Moschee und die Marktstände bieten dieselben Souvenirs an, die wir in Istanbul kauften. Die Restaurants sind voll. Es fällt uns schwer einen freien Tisch zu finden. Schlussendlich essen wir ein für den Balkan typisches Gericht: Burek. Das Essen ist sehr gut und günstig, aber der Ayran schmekt wie normales Naturjoghurt.
Wir gehen zu unserem Hostel am Hügel und beobachten von der Ferne die gerade anfangende Party in der Innenstadt. Wir schlafen ein, bewacht von drei Rottweilern.
Um 11 Uhr brechen wir auf in Richtung Sarajevo. In Bosnien fahren wir eine längere Weile entlang des Flusses Vrbas. Die Aussicht ist atemberaubend: azurblauer Fluss und Berge im Hintergrund. Sogar die Nähe der Straße stört die Bosnier nicht daran hier ihren Sonntag Vormittag zu verbringen. Die nächste Überraschung ist der Wasserfall in Jajce. Wir machen eine kurze Pause.
Die darauffolgende Strecke liefert uns leider nicht mehr so viele Attraktionen. Langsam sind nicht verputzte Häuser, leere Hallen, Zeugnisse des Krieges in Form von durchlöcherten Mauern (vor allem in Travnik) und kleine Friedhöfe mit weißen Grabsteinen auf Hängen zu sehen. Die Fahrt beginnt sich zu ziehen. Das Navi weiß nicht was los ist. Die Karte sieht eine Autobahn vor, aber in der Realität sehen wir lauter Baustellen. Wir fahren im Schneckentempo. Erst kurz vor Sarajevo gibt es einen längeren Abschnitt (gebührenpflichtiger – € 2,50) Autobahn.
Sarajevo sehen wir nur am Abend. Morgen werden wir den ganzen Tag haben, um die Stadt näher kennenzulernen. Auf der Suche nach Essen kommen wir bis zum Zentrum. Dort erwartet uns Lärm und Gedränge. Wir fühlen uns wie in einer türkischen Kleinstadt. Über der Umgebung ragt eine Moschee und die Marktstände bieten dieselben Souvenirs an, die wir in Istanbul kauften. Die Restaurants sind voll. Es fällt uns schwer einen freien Tisch zu finden. Schlussendlich essen wir ein für den Balkan typisches Gericht: Burek. Das Essen ist sehr gut und günstig, aber der Ayran schmekt wie normales Naturjoghurt.
Wir gehen zu unserem Hostel am Hügel und beobachten von der Ferne die gerade anfangende Party in der Innenstadt. Wir schlafen ein, bewacht von drei Rottweilern.
| botanischer Garten |
Standort:
Sarajevo, Bosnien und Herzegowina
Samstag, 7. Juli 2012
Zagreb, erster Tag
Schlussendlich fahren wir um 7 Uhr morgens aus Wien los. Wir brauchen für die Strecke mehr Zeit als vorgesehen, in Zagreb kommen wir erst kurz vor 13 Uhr an. Dank der Unterstützung von hilfreichen Polen schaffen wir es die relativ teure Autobahn in Slovenien zu umfahren. Die Umfahrung ist ziemlich kompliziert (Beschreibung siehe unten) und dazu hat das Auto unserer hilfsbereiter Landsleute eine Panne. Wir fahren alleine weiter. Wir kommen zum Ende der Autobahn, wo uns ein acht Kilometer langer Stau bis zur slovenisch-kroatischen Grenze erwartet. Dann stehen wir noch vor der Mautstelle, schon auf der Autobahn in Kroatien.
Die Preise in Zagreb gehören nicht zu den niedrigsten, deswegen müssen wir in einem Hostel außerhalb des Zentrums bleiben. Zum Glück fahren die klimatisierten Straßenbahnen wirklich oft und wir brauchen nur 5 Minuten bis zur Innenstadt. Ein Ticket kostet 12 Kuna.
Die Besichtigung der Stadt fangen wir beim Hauptbahnhof an, der sich vis a vis vom Denkmal des ersten kroatischen Königs Tomislav befindet. Schon dort zeigt sich uns Zagreb von seiner schönen Seite. Unterwegs gehen wir durch den Tomislav-, Strossmayer- und Nikole-Subić-Zrinjskog-Park samt Kunstpavillon und Strossmayergalerie. Große Bäume und eine Reihe Springbrunnen erlauben uns eine kurze Pause von der Juli-Hitze. Auf diesem Weg gelangen wir zum Herzen der Stadt - dem Ban-Josip-Jelačić-Platz. Die blauen Straßenbahnen, die in kurzen Zeitabständen den Platz durchqueren, verleihen diesem Ort eine sprezifische Atmosphäre. Ihr modernes Design steht in einem guten Kontrast zum stämmigen Jelačić-Denkmal sowie der Fasaden aus der Zeit der K.-u.-K. Monarchie.
Wir verlassen die Unterstadt und begeben uns rechts zur zagreber Kathedrale aus dem XIII Jahrhundert. In der Nachmittagssonne laufen wir durch die Straßen der Oberstadt. Es herrscht eine magische Stille, die Umgebung ist wie ausgestorben, es gibt weder Touristen noch Einheimische. Die Fensterläden der Häuser sind alle geschlossen. Die Einwohner verstecken sich vor der unausstehlichen Hitze. Wir erklimmen eine steile Treppe, die uns zum Wahrzeichen dieser Stadt führt - der St.-Markus-Kirche. Genauer gesagt ist das Wahrzeichen das wunderschöne, himmlisch bunte Dach der Kirche, dessen Dachziegel die Form des kroatischen Wappens einnehmen. Wir kommen zum Lotrščak-Turm, von wo wir das Stadtpanorama bewundern. Hier kommt auch aus der Unterstadt (genauer aus der Tomičeva Straße) die alle 10 Minuten verkehrende Standseilbahn, die aus dem XIX Jahrhundert stammt, an. Diese ähnelt der Seilbahn in Budapest. Dank ihr kann man sich den anstrengenden Weg über die steile Treppe ersparen. Wir begeben uns nach unten über die Strossmayer-Promenade und kommen zur Unterstadt zurück. Auf dem Weg zum Hostel sehen wir das Kroatische Nationaltheater, das Mimara-Museum und die Nationalbibliothek mit reizenden Eulenstatuen auf dem Dach.In Zagreb befinden sich ziemlich viele interessante Museen, wie z. B. das oben erwähnte Mimara-Museum, das eine riesige Kollektion von Gemälden beherbegt, oder das Museum für Naive Kunst, das wir aus Zeitnot nicht besuchen konnten. Das Museum ist an Wochenenden bis 13 Uhr geöffnet.
Wir versuchen noch in den botanischen Garten zu kommen, aber dieser ist schon geschlossen. In unserem Guide fehlt die Information, dass im Sommer der Garten bis 19 Uhr geöffnet ist. Wir steigen also in die 6er Straßenbahn in Richtung Sopot (ist auch eine Stadt in Nordpolen) und fahren zu unserem Hostel. Das Ziel morgen heißt Sarajevo.
| Bahnhof |
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